Prüfköpfe

Prüfköpfe von GE / Krautkramer für die zuverlässige Ultraschallprüfung

Viele Standardprüfaufgaben lassen sich mit Prüfköpfen der Serie E lösen. Sie zeichnen sich durch hohe Zuverlässigkeit, Robustheit und Präzision aus, sodass enge Datentoleranzen in dem mitgelieferten Datenblatt garantiert werden können. Alle Anforderungen werden an eine zuverlässige Prüfung, vor allem an die Reproduzierbarkeit von Prüfergebnissen werden erfüllt.

Jeder Prüfkopf durchläuft eine strenge Qualitätskontrolle. Dabei werden die gemessenen Werte unter der individuellen Nummer des Prüfkopfes gespeichert und können bei Bedarf als Prüfkopfzertifikat PZE bestellt werden. Die meisten Prüfköpfe können auf Wunsch auch mit den nach EN 12668-2 spezifizierten technischen Daten geliefert werden.

 

 

senkrechtpruefkoepfeSenkrechtprüfköpfe

Diese Prüfköpfe sind mit einem Ultraschallwandler ausgerüstet, der die Schallimpulse (Longitudinalwellen) senkrecht in das Prüfobjekt sendet und die reflektierten Impulse wieder empfängt. Sie eignen sich besonders zum Auffinden und Bewerten von Ungänzen, die Schallanteile zum Prüfkopf zurück reflektieren, wie z.B. Lunker, Glasblasen, Einschlüsse oder flächige Reflektoren, die senkrecht zur Einschallrichtung liegen, wie z.B. Risse oder Bindefehler.

Die Prüfköpfe vom Typ B*S und MB*S sind mit einer bei Verschleiß auswechselbaren, flexiblen Schutzfolie versehen, die eine gute und gleichmäßige Ankopplung auch an raue Oberflächen ermöglicht. Prüfköpfe mit harter, abriebfester Schutzschicht (aus z.B. Aluminiumoxyd) vom Typ K*G, K*N, K*K, B*F und MB*F zeichnen sich durch höhere Signalamplituden und kürzere Impulse (verbesserte Auflösung) aus. Diese Eigenschaften kommen bei der Prüfung auf glatten Oberflächen zur Geltung. Auf rauen Oberflächen werden sie verwendet, wenn z.B. die flexiblen Schutzfolien der B*S oder MB*S durch scharfe Kanten des Prüfobjektes zerschnitten werden.

 

 

winkelpruefkoepfeWinkelprüfköpfe

Diese Prüfköpfe arbeiten mit einem Ultraschallwandler, der sowohl Schallimpulse (Transversalwellen) unter einem definierten Winkel zur Oberfläche in das Prüfobjekt sendet, wie auch die reflektierten Impulse unter demselben Winkel wieder einfängt. Sie eignen sich zum Auffinden und Bewerten von Einschlüssen sowie von senkrecht oder schräg zur Oberfläche orientierten Fehlstellen im gesamten Volumen des Prüfobjekts, vor allem bei der Schweißnahtprüfung. Je nach Fehlerlage muss ein bestimmter Einschallwinkel gewählt werden. Bevorzugte Einschallwinkel sind 45, 60 und 70 Grad.

 

 

se_senkrechtpruefkoepfeSE-Senkrechtprüfköpfe

Diese Prüfköpfe enthalten zwei nebeneinander angeordnete Wandler, von denen einer die Schallimpulse aussendet und der andere die im Prüfobjekt reflektierten Impulse wieder empfängt. Sie eignen sich besonders zum Auffinden und Bewerten von oberflächennahen Ungänzen (Fehlern) sowie zur Restwanddickenmessung an rückseitig oder innenseitig erodierten und korrodierten Teilen.
Neben den handlichen Typen SEB* und MSEB* gibt es eine Fingertip-Ausführung vom Typ SEB*KF mit flacher Bauform für räumlich beengte Anwendungen.

 

 

Grobkorn-Prüfköpfe

Grobkorn-Prüfköpfe liegen in ihrer Bedämpfung zwischen den Serien-Prüfköpfen und den Stoßwellen-Prüfköpfen. Ihre Frequenzcharakteristik ist so ausgelegt, dass sich bei der Prüfung von grobkörnigen Werkstoffen ein besserer "Signal-Störabstand" ergibt, d.h. die Echos deutlicher aus dem Störuntergrund der Streuechos herausragen.
Diese Prüfköpfe werden darum als Senkrecht-Prüfköpfe bevorzugt für die Prüfung  z.B. von Gusswerkstoffen und heterogenen Kunststoffen aller Art verwendet, als Winkel-Prüfköpfe häufig z.B. für die Prüfung von austenitischem Schweißgefüge.

 

 

Stoßwellen-Prüfköpfe

Stoßwellen-Prüfköpfe kommen vor allem als Senkrecht-Prüfköpfe zum Einsatz, in Sonderfällen jedoch auch als Winkel- und SE-Prüfköpfe (Sonder-Prüfköpfe). Sie sind hochbedämpft und liefern darum besonders kurze Schallimpulse mit breitem Frequenzspektrum. Die sehr schmalen Echos ergeben in Verbindung mit breitbandigen Prüfgeräten (breitbandige Verstärkungscharakteristik) ein extrem gutes Nah- und Fernauflösungsvermögen.
Solche Prüfeinrichtungen eignen sich hervorragend für präzise Wanddickenmessungen und für den Nachweis kleiner Fehler in Werkstoffen mit erhöhter Schallschwächung (z.B. Kugelgraphitguss, Verbundwerkstoffe).
Immer häufiger verwendet man Stoßwellen-Prüfköpfe auch zur Bestimmung der Fehlerart (z.B. zur Unterscheidung zwischen zusammenhängenden großen Einschlüssen und gehäuft auftretenden kleinen Einschlüssen).

 

 

Sonder-Prüfköpfe

Manche Prüfaufgaben lassen sich mit den oben genannten Prüfköpfen nicht lösen. Dann hilft ein Sonder-Prüfkopf weiter, der gezielt auf den Anwendungsfall zugeschnitten ist; z.B. für hohe Temperatur, Druck, Radioaktivität oder spezielle Gehäusemasße.
Unsere Spezialisten finden fast immer eine Lösung.

 

 

Anlagen-Prüfköpfe

Für den Einsatz in halb- oder vollautomatischen Prüfeinrichtungen und Prüfanlagen müssen die Prüfköpfe neben den akustischen und elektrischen Qualitäten auch ganz bestimmte mechanische Eigenschaften besitzen (z.B. wasserdicht, einspannfest) und entsprechend geformt sein. Auch die Standzeit im Dauereinsatz spielt eine große Rolle.
Darum bilden die Anlagen-Prüfköpfe eine eigene Gruppe. Sie repräsentieren die jahrzehntelange GE/Krautkramer-Erfahrung im Prüfanlagenbau.